Hilfe für Roda
Artikel im Kurier am Sonntag-27.11.2011
Roda und ihre Tochter Hagira
seit dem Herbst 2010 betreuen wir als Paten der save-me-bremen Gruppe eine 32-jährige Frau aus Somalia mit ihrer kleinen Tochter, die im Oktober 2010 im Rahmen eines UNHCR Abkommens zusammen mit 100 weiteren Flüchtlingen aus Malta nach Deutschland übernommen wurden. Da Bremen 1 Prozent dieser Flüchtlinge aufnehmen musste, gelangte sie somit in das Übergangswohnheim in der Steinsetzerstraße.
Mittlerweile wohnt sie mit ihrer Tochter in einer kleinen Wohnung und besucht erfolgreich einen Integrationskurs. Dieses ist ihr durch den Sonderstatus, den sie als Kontingentflüchtling hat, möglich gemacht worden. Kontingentflüchtlinge werden auf Dauer hier bleiben, weil eine Rückkehr in ihre Heimat nicht möglich ist. Ziel ist es, diese Menschen in Deutschland voll zu integrieren.
Roda hat uns ihren Fluchtweg wie folgt beschrieben:
Als Roda im April 2008 vom Markt in Mogadischu in ihr Dorf zurückkehrt, herrscht Aufruhr: Soldaten haben die Häuser überfallen. Ihre Neffen und Nichten, ihre kleinen Kinder Najma, Fitiima und Abdulrahman, ihr Ehemann Hassan und die alte Mutter sind verschwunden. Einen Monat lang sucht die schwangere Frau nach ihrer verschollenen Familie. Bis ihr jemand erzählt, sie brauche nicht mehr zu suchen. Alle seien tot. Nach dieser Nachricht macht sie sich mit einer Gruppe auf den Weg um in ein sicheres Land zu kommen. Nach einer wochenlangen Reise unter schwersten Bedingungen kommt sie zu Fuß oder auf überladenen LKWs von Somalia über Eritrea und den Sudan nach Bengasi in Libyen und wird dort verhaftet und zusammen mit 43 Frauen ins Gefängnis gesteckt. Nach 5 Monaten wird sie entlassen und zieht weiter nach Tripolis. Dort findet sie Unterschlupf bei anderen Somaliern und bringt am 1.1.2009 ihre Tochter Hagira zur Welt. Wenig später erfährt sie, dass ihre Familie noch lebt und nach Nairobi geflüchtet ist. Mit ihrem letzten Geld kauft sie sich einen Platz auf einem überladenen Schiff in Richtung Malta. Hier wird sie zusammen mit anderen Flüchtlingen von Soldaten in ein Lager gesteckt. Nach acht Monaten erfährt sie, dass sie als Kontingentflüchtling von Deutschland übernommen wird um die überfüllten Lager auf Malta zu entlasten.
Roda möchte nun im Rahmen der Familienzusammenführung ihre 3 Kinder und ihren Ehemann, nach Deutschland nachkommen lassen. Ihr Rechtsanwalt in Bremen hat die Anträge hierfür bei der Ausländerbehörde gestellt. Der Ehemann und die Kinder sind bei der Deutschen Botschaft in Nairobi/Kenia vorstellig geworden und warten nun auf die Visum-Erteilung. Sie leben zur Zeit in einem Flüchtlingslager in Nairobi.
Vor der Erteilung eines Visums muss nun über eine DNA – Analyse festgestellt werden, ob es tatsächlich ihre Kinder und der Mann der Vater der Kinder ist. Die Untersuchungen werden von einem Institut in Bremen durchgeführt. Die Proben werden in Nairobi von einem Vertrauensarzt der Deutschen Botschaft entnommen und nach Bremen zur weiteren Untersuchung und Erstellung des Gutachtens geschickt. Das Gutachten wird dann an die Ausländerbehörde gegeben. Erst danach fällt die Entscheidung über die Erstellung eines Visums.
Die Kosten für die DNA-Untersuchungen und die Reisekosten müssen von Roda aufgebracht werden. Diese belaufen sich auf ca. 4.000 €
Dieses ist für sie auf die nächsten Jahre gesehen nicht zu schaffen.
Wir möchten ihr gerne dabei helfen diese hohe Summe zu beschaffen um wieder mit ihrer Familie zusammen leben zu können.
Wir bitten Sie deshalb um Spenden auf folgendes Konto:
Zuflucht-Ökumenische Ausländerarbeit e.V.
Sozialfonds – Roda
Konto-Nr.:11 83 05 85
Sparkasse in Bremen
BLZ: 290 501 01
Sobald sie ein Visum haben, könnten sie im Rahmen der Familienzusammenführung nach Bremen kommen
www.save-me-bremen.de facebook:save-me-bremen


